German Open F3F 2012

Hier findet ihr die Ausschreibung /Announcement für die German Open F3F 2012. Die Meldung kann per email oder mit beiliegendem Anmeldeformular / Entry form erfolgen.
Meldeliste / application list 19.09.2012 Bulletin 3 vom 19.9.2012
Sonnabend: Am ersten Tag konnte aufgrund von Regen nur eine Runde geflogen werden. Bei 8-10 m/s in Dranske ging es schon ordentlich zur Sache, auch wenn immer wieder wegen einiger Schauer unterbrochen werden musste, was zu schwankenden Bedingungen führte. Result Round 1
Sonntag: Ab 8:00 Uhr wird bei Idealbedingungen am Turbulator um 12 m/s geflogen. Der Wind soll im Laufe des Tages auf 18 m/s (Böen 25) auffrischen.
Gesamtergebnis 

Open International German Championship F3F 2011 from Thorsten Folkers on Vimeo.  Die tollen Tage von Rügen

Wieder einmal hat das Flugrevier am Kap Arkona seinen guten Ruf bestätigt. Die Reise zu den beiden Wettbewerben hat wohl keiner der mitfliegenden Piloten bereut. Rund 50 Piloten aus 8 Nationen, darunter zum ersten Mal ein Team aus Polen, fanden den Weg ans Kap. Unglaubliches Wetterglück bescherte uns gute, teilweise perfekte Bedingungen. Meist Sonne pur, kein Tropfen Regen und reichlich Wind waren die Rahmenbedingungen. So konnten wir den etwas windschwachen Sonntag locker verkraften. Und es bleibt dabei: In 10 Jahren F3F auf Rügen gab es noch keinen Tag, an dem nicht geflogen werden konnte. Das will in der F3F-Welt schon etwas heißen.
Wie fällt aber nun das sportliche Fazit aus? Glaubte man nach der Vorstellung der Franzosen beim letzten Viking Race schon, das sei nicht mehr zu überbieten, so wurden wir eines anderen belehrt. Das österreichische Trio Stefan Hölbfer, Lukas Gaubatz und Martin Ziegler schafften in diesen Tagen mit einer beindruckenden Vorstellung ihren endgültigen Durchbruch in die Weltelite des F3F. An diesen drei jungen Piloten wird in nächster Zeit kein Weg vorbeiführen. Das intensive Training des letzten Winters hat sich für sie ausgezahlt. Das ist aber nicht die einzige Quelle dieses Erfolgs. Sie sind auch menschlich eine verschworene Gemeinschaft. Dabei können sie sich aber genauso ehrlich über die Erfolge der Mitkonkurrenten freuen. Dass sie beide Wettbewerbe gewannen, war also absolut verdient und jeder hat es ihnen gegönnt.
Die German Open waren geprägt durch zwei sehr windstarke Tage. Dabei war der erste Tag mit 20 m/s und mehr sehr selektiv an der oberen Grenze der Bedingungen. Nervenstark und traumhaft sicher holten sie das letzte aus dem „Turbulator“ heraus. Lukas setzte immer wieder neue Bestzeiten, die bisher an dieser Kante noch nicht annähernd erreicht wurden. Der Rekord steht jetzt bei 31,43 Sekunden, eine Zeit, die man an kleinen Küstenkanten bisher für unerreichbar hielt und die nur an thermischen Inlandshängen je erreicht und unterboten wurde. Bis auf eine Runde holte das österreichische Trio alle Tausender. Nur den letzten Durchgang holte sich der nur langsam zu alter Form findende Martin Herrig, denn auch die Herrig-Brüder waren von der Dominanz der Österreicher beeindruckt. Offensichtlich war ihre Vorbereitung auch nicht optimal, da sie in diesem Jahr ja auf vielen Hochzeiten tanzen, was auch bei ihnen nicht ohne Folgen bleibt. Da aber Resignation nicht ihre Art ist, haben sie sich im Laufe der Tage immer weiter verbessert. Aber auch Kyle Paulson aus den USA blieb der Spitze hart auf den Fersen und wurde am Ende mit dem dritten Platz belohnt. Die Franzosen flogen solide, konnten aber nicht die nach dem Viking Race geweckten Erwartungen erfüllen.
Bei der folgenden Internationalen Deutschen Meisterschaft wurden die Karten neu gemischt. Der windschwache Sonntag ließ uns zeitweise zweifeln, ob wir überhaupt einen gültigen Wettbewerb zusammenbekommen würden. Erst der Umzug am späten Nachmittag nach Dranske erlaubte uns noch, bis 20 Uhr eine und eine halbe Runde bei 3 – 5 m/s zu fliegen. Am Montag aber war die Welt wieder in Ordnung. Pünktlich 8:30 begannen wir bei 5 m/s. Am späten Vormittag hatten wir dann 10 m/s konstant den ganzen Tag, so dass wir noch auf akzeptable 7 Runden kamen. Inzwischen hatten sich die Geschlagenen der German Open reorganisiert und lieferten den Österreichern einen großen Kampf. Vor allem Martin Herrig fühlte sich bei diesen Bedingungen wieder wohler und war fast wieder der alte. Er lieferte den Österreichern einen harten Kampf, so dass die Spitze ständig wechselte. Leichte Windschwankungen konnten da schon entscheidend sein. Am Ende gewann Stefan knapp vor Martin und Lukas. Das Feld folgte mit Vergnügen diesem Fight und spendete zu Recht viel Befall. Die diesmal Geschlagenen werden diese österreichische Dominanz als Warnschuss zur rechten Zeit begreifen und nichts unversucht lassen, die Lücke wieder zu schließen. Insofern wird diese „Wachablösung“ am Kap der F3F-Szene neue Impulse geben.
Das hochmotivierte Veranstalterteam sorgte für einen störungsfreien, diskret und mit Augenmaß geleiteten Wettbewerbsablauf, was für eine gute Stimmung sorgte. Es gab keine Proteste oder ähnliche „Unpässlichkeiten“. Unsere neue englische Anlage bestand ihre erste Bewährungsprobe. Eigentlich war sie ja nur als Reservelösung vorgesehen, aber leider war unsere neue Anlage von Espen nicht mehr rechtzeitig geliefert worden. Diese wird dann automatisch Wind und Reflightbedingungen ermitteln und signalisieren. Ergebnisse lagen stets wenige Minuten nach Durchgangsende gedruckt vor. Zeitgleich erfolgte die Veröffentlichung im Internet, wodurch auch die zu Hause gebliebenen stets im Bilde waren. Wir empfehlen das zur Nachahmung! Die windschwache Phase am Sonntag haben wir zu einem von Andreas Herrig und Alexis Marechal moderierten Rules Meeting genutzt, um über den neuen Vorschlag der Franzosen zu beraten, der eine veränderte Ermittlung der Resultate vorsieht. Dazu wird in Kürze hier noch eine Auswertung erscheinen. Die angenehmen Rahmenbedingungen in Putgarten, das hervorragende Bankett mit Lagerfeuer, die stimmungsvolle Siegerehrung und nicht zuletzt die Abende (und Nächte) an Schweigerts Bar sorgten für rundum zufriedene Gesichter. Diese erfolgreichen Tage waren für unsere CIAM-Delegierten noch einmal wie ein „Nachbrenner“, um sich bei der am kommenden Wochenende bei der FAI anstehenden Entscheidung über die erste F3F-WM noch einmal zu motivieren, um unseren Antrag überzeugend zu vertreten. Die gute Visitenkarte haben wir an diesem Wochenende abgegeben!
Mein Dank gilt an dieser Stelle noch einmal dem Team des Modellflugsportclubs TU Dresden e.V., dem Netzwerk der Partner vor Ort und vor allem den Piloten, die durch entspanntes und diszipliniertes Verhalten und ihre sportlichen Leistungen zu diesem Erfolg beigetragen haben.
Für einige gibt es ja beim Finale im Herbst ein Wiedersehen!
Franz Demmler/ Wettbewerbsleiter/ Refernt F3F im Deutschen Aero Club e.V.13.04.2011
Das war der Liveticker:
Freitag, 8.4.2011 - 1. Wettbewerbstag
Runde 1:"High Noon am Turbulator" Kaiserwetter und 20 m Wind.
Runde 2: Bärenstarke Österreicher lehren das Fürchten
Runde 3: Lukas Gaubatz fliegt neuen Rekord am Turbulator - Alexis Marechal kassiert einen Nuller, weil er seinen Flug " verfressen" hatte. Er saß im Auto und hat das gemacht, was alle Franzosen sowieso am liebsten machen: ESSEN!
Runde 4: Lukas Gaubatz legt noch einen drauf: 32,28 !! Die Konkurrenz ist sichtlich beeindruckt.
Runde 5: Der Wind hat weiter aufgefrischt. Es wird großer Sport geboten. Wäre der Turbulator ein Theater, könnte man Eintritt verlangen
Runde 6: Schlussakkord ohne Dissonanzen - Lukas mit neuem Rekord am Turbulator! Tagesbericht folgt heute abend.
Ergebnis Runde 1 Ergebnis Runde 2 Ergebnis Runde 3 Ergebnis Runde 4 Gesamt nach Runde 4 Ergebnis Runde 5 Ergebnis Runde 6
Sonnabend, 9.4.2011, 2. Wettbewerbstag
Das Wetterglück bleibt uns erhalten. Bei 12 – 15 m/s fliegen wir bei Nord-West am Windkanal in Kreptitz. Pünktlicher Beginn mit Runde 7 um 9:00 Uhr. Wir sind gespannt, wie die Geschlagenen von gestern auf die österreichische Herausforderung reagieren. Erste Ergebnisse in Kürze.
Runde 7: "Normalität" zieht ein. Begünstigt durch die moderaten Windbedingungen von 10 - 12 m/ rückt das Feld zusammen
Runde 8: Martin Herrig verwendet auf 1000er-Kurs. Es will bei ihm einfach nicht vorwärts gehen. Es gibt die Erkenntnis, dass ein Rennen unter diesen Bedingungen offener wäre. Den Vergleich können wir in den nächsten beiden Tagen ziehen.
Runde 9: Die Bedingungen werden schwächer. Nur noch ca. 8 m/s.
Runde 10: Der Wind dreht nach links, ist aber noch im Limit. Die Österreicher lassen nicht locker.
Und hier nun die Endergebnisse! Jetzt aber schnell zu Bankett und Siegerehrung
Ergebnis Runde 7 Gesamtwertung nach Runde 7 Ergebnis Runde 8 Ergebnis Runde 9 Gesamtwertung nach Runde 9 Ergebnis Runde 10
Ergebnis Runde 11 Endergebnis  Startliste und Bulletin 1

Hier findet ihr nun die letzten wichtigen Informationen vor dem Wettbewerb.
Endgültige Startliste Bulletin 1 
Frühjahrsinspektion am Kap
Die erste, angenehme Feststellung der Inspektion ist, dass die jahrelang entwickelten Netzwerke weiter bestehen und damit erst einmal die unverzichtbaren behördlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Auch die Grundstückseigentümer gaben grünes Licht. Alle Startstellen befinden sich in der gewohnten Verfassung, oft haben sich die Bedingungen verbessert. An der Ostküste rechts von Vitt sind alle Vegetationshindernisse inzwischen Opfer der Ostsee geworden. Die Kanten haben sich begradigt und dürften nun deutlich bessere Bedingungen bieten als in den Vorjahren. Allerdings gibt es auch etwas zu bestaunen. Direkt links neben der Startstelle Süd-Ost rechts von Vitt sind weitere 50 m auf der linken Seite abgebrochen. Gleichzeitig hat sich das Gelände großflächig um 1 - 2 m abgesenkt. So ist das kleine Wäldchen, an dem wir bei Soar&more noch DS geflogen sind, komplett verschwunden. Der Windkanal in Kreptitz ist inzwischen von West/Nodwest bis direkt Nord gut zu befliegen. Und die Südweststelle in Polchow wartet nun endlich auf ihre Premiere. Diese Stelle ist mit ihren gerade mal 6 m Höhe nicht gerade üppig ausgestattet. Dazu wird im Sommer durch vorgelagertes 2 m hohes Schilf noch ein beachtlicher Teil der Wirkung genommen. Im Frühjahr allerdings gibt es noch kein Schilf, so dass die Hanghöhe voll zur Verfügung steht und dazu noch völlig störungsfrei vom Wasser aus angeströmt wird. Was uns die Politik seit Jahren verspricht, lassen wir nun am Kap Wirklichkeit werden. Mehr Netto vom Brutto! Im April haben wir zudem die Genehmigung des zuständigen Agrarbetriebs zur Landung auf dem rückliegenden, steinfreien Feld, was zur Zeit des Wettbewerbs mit ca. 20 cm hohem Raps bewachsen sein wird. In diesem Jahr wird es bei Südwest keine Kompromisse mehr geben. Es geht nach Polchow. In Kreptitz haben wir Glück im Unglück. Durch die großen Winterschäden auf den Feldern ist der komplette Umbruch unseres Landefledes vorgesehen. Wir sind der Agrargesellschaft "Am Wieker Bodden" zu großem Dank verpflichtet, dass uns ein genügend großer Teil von dieser Bearbeitung ausgenommen und für uns als Landefeld bereitgehalten wird. Überhaupt muss ich sagen, dass die Partner am Kap im Februar viel Zeit haben und sich somit ausreichend Raum für Gespräche ergab, die bereits bis zur möglichen und erhofften WM 2012 reichten. Insgesamt eine Reise, die auf gute Bedingungen für die diesjährigen Wettbewerbe hoffen lässt. Natürlich steht alles unter dem Vorbehalt weiterer Veränderungen an den Kliffs in den nächsten Wochen. Es ist zu befürchten, dass sich mit einsetzendem Tauwetter noch erhebliche Veränderungen ergeben könnten. Ihr werdet hier auf dem Laufenden gehalten. Franz Demmler/15.2.2011
NEUE BILDER hier >>>  German Open F3F 2011

Hier findet ihr die Ausschreibung für die German Open F3F 2011 am 8. und 9. April 2011 am Kap Arkona. Meldeschluss war der 28.2.2011 Here you find the Description for the German Open F3F 2011. Entry is closed since 28.2.2011:
Ausschreibung/Description Accomodation
Endgültige Meldeliste/ Final inscription list Stand 01.03.2011 
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|  Der letzte Winter hat wieder stark an den Steilküsten von Wittow genagt. Hier der große Abbbruch an der Jaromarsburg direkt am Kap Arkona vom 1. Februar 2008 (foto: ostSeh/luftikus-rügen/küstermann)
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German Open F3F 2009
Gesamtergebnis Runde 1 Runde 2 Runde 3 Runde 4 Runde 5 Runde 6 Runde 7 Teamwertung Siegerfoto Weitere Bilder hier www.theoliebeck.de/GOF3F
Die nunmehr bereits 5. Auflage der German Open F3F am Kap Arkona brachte auf den ersten Blick nichts Neues. Ein Herrig in Front in der Einzelwertung und TU Dresden Mannschaftssieger. Aber eben nur auf den ersten Blick……. Aber beginnen wir praktischerweise von vorn.
52 Piloten aus 10 Nationen, darunter weitgereiste aus Australien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, den USA und Venezuela, hatten den Weg zum Kap Arkona gefunden. Dass es uns als Veranstalter irgendwann auch einmal mit schlechtem Wetter treffen würde, war nur eine Frage der Zeit. Dieses Jahr war es soweit. Glücklicherweise war die DM F3F erstmals auf 3 Tage angesetzt, was die Lage zwar etwas entspannte, Mensch und Material aber trotzdem einer harten Prüfung unterzog. „Murphys Gesetz“ der F3Fler bedeutet ja bekanntlich, dass das Wetter an den Trainingstagen gut und Trainingsflüge immer besser sind als Wettbewerbsflüge. Die Tage vor dem Wettbewerb herrschte ideales und ungestörtes F3F-Wetter. Man sah hervorragend dargebotene Flüge in großer Zahl und der Kreis der Favoriten schien größer als je zuvor. Am Freitag wurde es ernst. Nord-West mit 7 – 10 m/s sorgten für guten Wind, allerdings verzögerten starke Schauer den Fortgang des Wettbewerbs erheblich. So dauerte der erste Durchgang 3 Stunden. Am frühen Nachmittag wurde das Wetter aber besser, so dass noch Runde 2 und 3 geflogen werden konnten. Runde 4 musste aufgrund tiefstehender Sonne in der A-Wende abgebrochen und in zwei Gruppen geteilt werden. Gruppe zwei flog dann am Sonnabend. Dieser erschien dann zunächst hoffnungslos. Dauerregen bis in den frühen Nachmittag und Wind aus Süd-West, am Kap immer eine schwierige Situation. Nach vielen Diskussionen und Ortsbesichtigungen fiel dann die Entscheidung, trotz mehr als 45° Crosswind den Wettbewerb am Südhang bei Goor fortzusetzen. Wie sich herausstellte, eine richtige Entscheidung. Es konnten zwei Durchgänge geflogen werden. Es war eine interessante Erfahrung, dass dieser Hang unter diesen widrigen Umständen so gut befliegbar ist. Nun lag erst einmal ein gültiges Wettbewerbsergebnis vor. Das war insofern gut, als dass die Wettervorhersage für den Sonntag nichts Gutes erwarten lies. Für den Show-down hatte Petrus den „Turbulator“ in Dranske mit 18 – 25 m/s Wind angesetzt. Diese Startstelle ist schon unter „normalen“ Bedingungen delikat, bei solchem Wind aber ein Scharfrichter. So musste auch mein Freestyler auf die „Guillotine“. Nach „Kontrollverlust“ in der A-Wende fuhr fas Modell mit Tempo 200 in den Hang ein. So verzichteten einige Piloten wie schon 2003 von vornherein auf einen Start. Die es dann dennoch taten, werden das sicher nicht vergessen. Abweichend vom Reglement wurde ein weiterer Helfer zugelassen, der den Piloten während des Fluges von hinten stützen durfte, um ein Umfallen zu vermeiden. Der Transport der Modelle zum Start und die Startfreigabe selbst wurden zum Abenteuer. Zu allem Unglück gab des noch eine kleine Seitenwindkomponente, was die Aufgabe zusätzlich erschwerte. Der harte Druck der Realität lies dann im Pilotenlager den Konsens wachsen, nach einer Runde unter diesen Bedingungen abzubrechen. Wir hatten uns dieses Abenteuer gegönnt, eine Wiederholung schien aber nicht mehr sinnvoll. Somit war diese DM nach sieben Runden beendet.
Von Anfang an auf Siegkurs waren Andreas Herrig und Alexis Marechal. Sie dominierten diesen Wettbewerb in beeindruckender Weise. Mit konstanten Ergebnissen setzten sie sich soweit von den Verfolgern ab, wie es bei den vorherigen Meisterschaften am gleichen Ort noch nie der Fall war. Sicher waren die Bedingungen durch die rege Schauertätigkeit für Küstenverhältnisse unterschiedlicher als gewohnt. Das schien diese beiden aber nicht zu beeindrucken. Es ist schon ein Freude zu sehen, wie Alexis seinen neuen Alliaj-HM in Fahrt bringt und mit welcher Präzision er wendet. Hut ab! Und die „kopfgesteuerten“ Flüge von Andreas sind für mich immer wieder eine Delikatesse. Dass Martin Herrig nach großer Saison nicht ganz vorn mitmischen konnte, war einem Verwender in Runde 2 und absolut schlechten Bedingungen in Runde 1 geschuldet. Am Ende Rang 4, was nichts an der Tatsache ändert, dass einige seiner Flüge allein das Kommen Wert waren. Die Erkenntnis, dass auch er nur ein Mensch ist, macht ihn nicht eben unsympathischer…..Eine sportlich interessante und menschlich überaus angenehme Bereicherung des Wettbewerbs war das erstmalige Auftreten von Stefan Hoelbfer aus Österreich, der mit einer tadellosen Leistung Rang 3 erreichte. Und das bei dieser Konkurrenz, denn das Starterfeld war wohl qualitativ das hochkarätigste, was die diesjährige F3F-Saison zu bieten hatte. Damit bestätigte er seinen Sieg in Cannes. Erstmals kam auch ein komplettes Team aus den USA. Mit Platz 4 durch Kyle Paulson und Rang 8 durch Tim Bigley erzielten sie ein sehr gutes Ergebnis. Zusammen mit Tom Copp erreichten sie den zweiten Platz in der Teamwertung hinter TU Dresden mit Andreas Herrig, Martin Herrig und Mike Müller vor dem Franken-Team mit Stefan Eder, Christian Fiedler und Siegfried Schedel. Ein Phänomen auch Klaus Kowalski, der über das Jahr kaum noch einen Sender in die Hand nimmt und trotzdem noch ganz vor mitmischt. Glückwunsch zu Rang 6! Bei den Modellen dominierte der Freestyler 3, der von etwa der Hälfte des Feldes geflogen wurde. Sowohl die siegreiche Mannschaft TU Dresden als auch die zweitplazierten US-Amerikaner setzen ausschließlich auf dieses Modell. In der Einzelwertung sah es so aus:
Andreas Herrig Freestyler 3
Alexis Marechal Alliaj-HM
Stefan Hoelbfer Freestyler 3
Martin Herrig Freestyler 3
Kyle Paulson Freestyler 3
Klaus Kowalski Caldera
Espen Torp Cyril
Tim Bigley Freestyler 3
Mike Müller Freestyler 3
Stefan Eder Crossfire evo
Weiter eingesetzt wurden Calderas, Highlander, die neue Caldera-R von Dieter Perlick, der neue Proton von Christian Fiedler und auch noch drei Ellipsen 2 – Abgesang einer großen Ära. Aber auch in der Hand von Spitzenpiloten wie Knud Hebsgaard muss dieses verdienstvolle Modell der Entwicklung Tribut zollen. Wir erlebten wieder einen interessanten und stimmungsvollen Wettbewerb am Kap Arkona. Das Bankett, welches dieses Mal nicht in der kalten Scheune, sondern im gemütlichen Gutshaus stattfand, war wie immer exzellent. Die Abende an der Bar (und im holzgeheizten Badebottich) des Hotels Kap Arkona, in dem die Mehrzahl der Piloten wohnte, trugen zu einer insgesamt guten Stimmung bei.
Kleine „Unpässlichkeiten“ der Piep-Anlage bitten wir zu entschuldigen. Dank an Peer für den Hinweis, dass diese Anlage nun „in Rente“ geschickt werden sollte. Aber vielleicht nicht nur diese…….
Franz Demmler - Organisationsleiter

Übernachtungsempfehlung/ recommended accomodation
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