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  Zwischenruf zur F3B-WM

Warum F3B-WM in China? Reaktion auf Einträge im RC-Network

Man kann es sich bei der Beantwortung dieser Frage ganz einfach machen, indem man darauf verweist, dass die FAI ein Weltverband ist und F3B, wenn auch europäische Domäne, überall gefördert werden soll und muss. Da kann es dann schon manchmal zu solchen, auf den ersten Blick exotischen und dadurch umstrittenen Veranstaltungsorten kommen. Es gab auch schon F3B-Weltmeisterschaften in Südafrika und in Israel, beides nicht gerade F3B-Hochburgen. Und wenn man sich die Praxis der anderen weltweit ausgeübten Sportarten anschaut, ist das woanders gang und gäbe.

Aber auch ein anderer Standpunkt ist es Wert, eingenommen zu werden. Wer fragt die Australier, Amerikaner und Asiaten nach dem Aufwand, den sie haben, wenn sie eine F3B-WM in Europa belegen wollen? Die stellen sich berechtigt die Frage, warum immer sie den Wettbewerbsnachteil der langen Anreise einschließlich Jetlag, der veränderten klimatischen Bedingungen und des höheren finanziellen Aufwands in Kauf nehmen müssen.

Man muss also aufpassen, dass man das scheinbare Problem nicht ausschließlich durch die europäische Brille sieht. Wir neigen dazu, unsere Lebensweise und Weltsicht für das Maß der Dinge zu halten, dem alle anderen Nationen dieser Welt eilfertig nacheifern müssen. Wohin wir damit gekommen sind, erleben wir ja gerade in dieser großen Krise. Dass der Westen jetzt sogar China, ein nominell immer noch kommunistisches Regime, hofiert und als Retter herbeisehnt, zeigt doch nur, dass die Weltgeschichte nicht ohne Humor ist. Ein wenig Demut stünde uns also gut zu Gesicht.

Ich habe die Diskussionen über die WM in China von Anfang an in der ersten Reihe miterlebt und kenne die verschiedenen Standpunkte deshalb ziemlich genau. Teilweise hatte ich leider den Eindruck, dass in die Diskussion auch eine herablassende Haltung eingeflossen ist, die nicht zuletzt der bei uns veröffentlichten, eine negative Grundstimmung gegenüber China erzeugenden Berichterstattung in den Medien geschuldet war. Und natürlich ist auch richtig, dass die Chinesen durch mangelndes Kommunikationsverhalten Unsicherheiten befördert haben. Aber man kann auch wieder lernen, dass andere Länder halt andere Sitten haben und hinter den Bergen auch noch Leute wohnen. Und was gab es erst für Horrormeldungen im Vorfeld der Olympiade. Da musste man ja das Schlimmste befürchten. Das Ergebnis ist inzwischen bekannt und hat selbst die Zweifler eines Besseren belehrt, sofern sie keine Ignoranten waren.

Was den sportlichen Wert einer solchen WM betrifft, so gilt zuallererst: Wer nicht hinfährt, kann nicht Weltmeister werden. Und dass auch diese WM kein Selbstläufer ist, kann man ja täglich in der sehr guten Berichterstattung des deutschen Teams verfolgen. Eine WM ist nicht mit einem normalen europäischen F3B-Wettbewerb zu vergleichen, wenn dieser auch nach „Aktenlage“ hochklassiger besetzt zu sein scheint. Aber auch im Modellflug gilt, dass wie Pokalspiele im Fussball, Weltmeisterschaften eigene Gesetze haben. Ich habe aber auch volles Verständnis dafür, dass für viele der finanzielle Aufwand für solch ein Unternehmen zu hoch ist. Ich möchte mich nicht wiederholen, aber die Überseestaaten fragt ja auch keiner, wenn sie, wie es die Regel ist, nach Europa müssen.

Der Anlass für den hier dargelegten Beitrag war übrigens ein Eintrag im RC-Network. Der Autor schrieb: Hab zuvor mit Hans Peter Gölz gesprochen.. was der Probleme hatte mit den Transportkisten und deren Inhalt..kann hier nicht wiedergeben was er erzählt hat.

Ich möchte das nicht bezweifeln. Trotzdem gilt sowohl Hansi Gölz als auch allen anderen Mitgliedern der deutschen Mannschaft unser Dank dafür, dass sie die finanziellen und körperlichen Strapazen für ein solches Unternehmen auf sich genommen haben. Man kann sich also auch in Härtefällen immer noch auf die „Deutschen Tugenden“ verlassen. Das wird international sicher aufmerksam registriert. Und beantwortet auch manche Frage der internationalen FAI-Gemeinde, warum der Deutsche Aero Club bei der FAI eine solch hohe Anerkennung genießt.

So, nun warten wir mal auf die Rückkehr der Gladiatoren. Ich bin gespannt, was sie zu berichten haben. Nach all dem, was man den internationalen Quellen entnehmen kann, ist diese WM ein Erfolg und wird den Teilnehmern lange im Gedächtnis bleiben. Und zwar im positiven Sinne!

Franz Demmler

 

 

 

 


F3F in Lissabon - Ausgabe 2011

Nachdem die F3F-Gemeinde in diesem Jahr nach mehreren wetterbedingten Ausfällen von Wettbewerben nicht gerade vom Glück verfolgt war, erwies sich der Lissabonner Wettbewerb wieder als gute Wahl. Die F3F-Anlage in Santa Iria da Azoia machte dem in den vergangenen Jahren aufgebauten guten Ruf alle Ehre und funktionierte perfekt. Die Organisation durch das sympathische Team um Jorge Infante war wie immer unauffällig und solide. Ich wiederhole mich an dieser Stelle gern, aber Lissabon gehört inzwischen zu den ersten Adressen im europäischen F3F. Und selbst wenn das Wetter doch einmal einen Strich durch die Rechnung machen sollte, garantieren Lissabon und seine Umgebung trotzdem einen angenehmen und abwechslungsreichen Aufenthalt.

Aber beginnen wir von vorn. Auch in diesem Jahr konnten wir der Versuchung nicht widerstehen, etwas früher anzureisen, um dem „Rahmenprogramm“ ausreichend Raum zu geben. Uli und ich trafen sich mit Helmut Edenhofer und seiner Freundin Moni auf dem Airport in München. Andre Austen hatte bereits einige Stunden Vorsprung und konnte so die Übernahme des Mietwagens in Lissabon für uns erledigen. Pünktlich trafen wir in Lissabon ein und konnten bereits am Nachmittag bei gutem Wind auf der Anlage trainieren. Abends fuhren wir in die Docks zum Essen – inzwischen unsere feste Adresse für den ersten Abend. Inzwischen hatte sich uns auch Josef Wiklicky aus Österreich, den wir inzwischen den „Magister“ nennen,  angeschlossen.

Der Donnerstag war wie immer dem Ausflug an den Atlantik in Santa Rita vorbehalten. Wir konnten dort wunderbar fliegen und auch die obligatorische Strandwanderung mit den Modellen in der Luft gelang auch wieder. Das Baden in der Brandung war ein Höhepunkt des Tages. Nachdem wir den „Neulingen“ unsere Lieblingsbucht und das Cabo da Roca gezeigt hatten, kehrten wir erst spät abends in unser Hotel zurück.

Für Freitag hatten wir uns einen „Kulturtag“ vorgenommen. Wir besuchten endlich einmal die große Christus-Statue am Südufer des Tejo, von wo man einen wunderbaren Blick auf die Bucht und die Altstadt von Lissabon hat. Dieses Denkmal war nach 1945 aus Dankbarkeit dafür gebaut worden, dass Portugal nicht vom 2. Weltkrieg betroffen war. Ob die folgenden Jahrzehnte faschistischer Diktatur dann allerdings ein Grund zum feiern gewesen sind, ist zu bezweifeln. Da hat man wohl den Teufel mit Beelzebub ausgetrieben.

Für den Nachmittag hatte ich dann einen Besuch im Museum für Antike Kunst angeregt, um damit einen lang gehegten Wunsch zu erfüllen. Und auch die anderen Mitglieder der „Reisegruppe“ hatten sicher auch ihr Vergnügen an Hieronymus Boschs „Versuchungen es Heiligen Antonius“, einem der weltberühmten Darstellungen dieses Themas aus dem 15. Jahrhundert. Es wirkt so modern und unterhaltsam, das man glaubt, vor einem der beliebten Wimmelbücher zu stehen. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß daran. (http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Versuchungen_des_heiligen_Antonius) Ein weiterer Höhepunkt wartete dann am Abend aus uns. Wir fuhren zum Essen nach Cascais in das Fortaleza do Guincho www.guinchotel.pt, einem von einem französischen Koch geführten Michelin-Sterne-Restaurant. Es war ein Erlebnis!

Mit derlei Eindrücken ausgestattet, sahen wir nun dem Beginn des sportlichen Teils der Reise am Sonnabend früh entspannt entgegen. Der Wind stand mit 8 – 10 m aus West/Nord-West leicht schräg von links auf auf der Kante, was die Sache anspruchsvoller machte. Bei schlechter Luft war die Gegenwindstrecke ein harter Kampf. Da der Tag zudem recht sonnig war, waren natürlich auch die thermischen Einflüsse stark. Und so war zwischen tiefen 40ern und 70 Sekunden alles möglich. Wir konnten am ersten Tag 10 Runden fliegen. Ein stolzes Ergebnis. Am Abend konnten wir dann zufrieden konstatieren, dass wir uns an der Spitze festgesetzt hatten. Allerdings waren die Abstände sehr gering, so dass am zweiten Tag für viele Piloten noch alles drin war. Vor allem die stolzen spanischen Stiere scharrten mit den Hufen und hatten sich für den Sonntag viel vorgenommen.

Dieser begann dann für alle überraschend zunächst mit einer Staffel Regenschauer, so dass sich der Fortgang des Wettbewerbs zunächst etwas verzögerte. Dann klarte es aber auf und wir konnten noch 5 Runden fliegen, wieder mit leichter Gegenwindstrecke. Da durch die Bewölkung der thermische Einfluss nicht so groß war wie am Vortag, rückte das Feld enger zusammen und man konnte auch bei schlechterer Luft mit dem dann auf bis zu 14 m/s auffrischenden Wind allerhand anfangen.Und wie erwartet gaben die Spanier Gas und trumpften mit einigen spektakulären Flügen auf, die zwischenzeitlich das Klassement veränderten, zumal Uli wieder seinen inzwischen schon traditionellen Hunderter kassierte und dadurch etwas an Boden verlor. In Runde 12 flog er mit dem angestauten Frust dann aber mit einer 42er Zeit einen Tausender, so dass er wieder im Geschäft war. Ich selbst war zwischenzeitlich durch die spanische Offensive auf 6 zurückgefallen, konnte aber am Ende mit einigen guten Flügen noch den zweiten Platz erreichen. Unangefochten von Anfang an auf Siegkurs war allerdings Andre Austen. Er erfüllte damit meine vor dem Wettbewerb ausgesprochene Prophezeiung, dass es SEIN Wettbewerb werden würde. Es scheint geholfen zu haben. Er war in guter Form und zu keiner Zeit in Gefahr und baute seine Position von Runde zu Runde komfortabel aus. Fast unbemerkt hatte sich Joao Mestre am zweiten Tag mit soliden Flügen an die Spitze herangearbeitet und hat Uli im letzten Moment durch den Streicher nach Runde 15 noch den dritten Platz weggeschnappt. Ohne seinen Hunderter wäre er Zweiter geworden. Trotzdem auch Kompliment an Uli für einen guten Wettbewerb. Helmut landete am Ende auf Platz 15, zeigte aber auch einige gute Flüge und wird nicht unzufrieden sein. Er ist ja noch nicht so lange beim F3F dabei und wird nützliche Erfahrungen gemacht haben.

So hieß es am Schluss Andre vor Franz und Joao Mestre aus Portugal. Den schnellsten Flug zeigte Gerardo Plaza Lozano mit 39,44 und erhielt dafür den Speedpokal, einen großen Schinken und eine Kiste Wein, letzteres allerdings für den Gewinn der Tropheo Iberico F3F. Ich hielt es aber für erforderlich, die Veranstalter leicht ironisch darauf hinzuweisen, dass solcherlei Geschenke auch eine gute Idee für die Sieger des Wettbewerbs wären. Und sicher ließe sich auch „F3F“ in den Schinken eingravieren…….

Hier die Resultate: Runde 1  Runde 2  Runde 3  Runde 4  Runde 5  Runde 6  Runde 7  Runde 8  Runde 9  Runde 10  Runde 11  Runde 12  Runde 13  Runde 14  Runde 15  Gesamtergebnis


Lissabon F3F 2011


F3F in Polen

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er bekanntlich etwas erzählen. Und dass hinter den Bergen auch noch Leute wohnen, ist auch keine neue Erkenntnis. All das traf auch auf meine Reise zur polnischen F3F-Szene im September nach Gdansk, der früheren Freien Hansestadt Danzig, zu. Im August hatte ich in Dresden Besuch von Jakub Bury, einem polnischen F3Fler, der mich nach Polen einlud. Kurz entschlossen folgte ich dieser Einladung schon im September. Vom Vorgefundenen war ich angenehm überrascht. Die dortige Szene, die eines ihrer Hauptzentren im Aeroklub Gdansk hat, ist sehr gut organisiert und international voll konkurrenzfähig. Ein Ergebnis der Reise war, dass dort bereits im Mai nächsten Jahres ein erster internationaler Wettbewerb im Rahmen der Contest-Eurotour stattfinden wird. Für eine zahlreiche Teilnahme ausländischer Piloten möchte ich an dieser Stelle werben.

Wer mehr erfahren möchte, verweise ich auf meinen Artikel über diese Reise, der in FMT 12/10 erscheinen wird.

 Weitere Informationen findet ihr auch auf der polnischen F3F-Seite: http://www.f3f-klif.pl/2010/09/wyniki-pucharu-baltyku-f3f-2010/


Polen F3F

F3F Contest in Lissabon 2010

F3F in Lissabon

 

Nun schon fast traditionell haben sich auch in diesem Jahr Siggi Schedel, Andre Austen, Uli Helfrich und Franz Demmler auf den Weg nach Lissabon zum F3F gemacht.

Auf dem Flughafen München gab es die erste nette Überraschung, wurden wir dort doch von Rene Engelbrecht, einem Modellflugkameraden aus Oberfranken und von den Rügen-Wettbewerben als „Schlachtenbummler“ bestens bekannt, in voller Bundespolizei-Ausstattung begrüßt. Der Flug war angenehm und der Landeanflug auf Lissabon wie immer spektakulär.

Nach dem Einchecken im Hotel, wir folgten dieses Jahr der Empfehlung des Veranstalters und stiegen in unmittelbarer Hangnähe ab, gaben wir ein einstündiges Anfliegen auf der F3F-Anlage in Santa Iria. Danach fuhren wir zum Essen in die Docks, was unglaublich gut war. Auch Uli, der bekanntermaßen in  diesen Dingen nur schwer zufriedenzustellen ist, war begeistert.

Den Donnerstag und den Freitag nutzten wir zu Ausflügen an den Atlantik in die Nähe von Santa Rita. Wunderbar endlose und einsame Strände finden dort eine schöne Ergänzung durch  perfekte Fluggebiete. Man ist dort praktisch den ganzen Tag allein. Nur ab und zu ließen sich einige berittene Grenzpolizisten blicken, die nicht nur keine Einwände gegen unser Treiben hatten, sondern auch ehrlich interessiert schienen. Eine längere Strandwanderung mit den Modellen in der Luft rundete den dortigen Aufenthalt ab. Einen Abend aßen wir dann noch in der vielgeprießenen Kneipenmeile der Lissaboner Altstadt, was zum Debakel geriet. Es war einfach nur schlecht und lieblos, was da geboten wurde. Wir sind um eine Erfahrung reicher.

Dass das Wetter wie immer sonnig, warm und windig war, muss nicht extra betont werden. Aber es war auch in diesem Jahr wieder so. So konnten wir dem ersten Wettbewerbstag am Sonnabend gelassen entgegensehen. Wie gewünscht lagen am Sonnabend 6 – 10 m Nordwest an. Der Wind stand also genau auf den Hang. Nachdem der Veranstalter seine „F3F-Maschine“ angeworfen hatte, erlebten wir einen sehr zügig ablaufenden ersten Tag, der mit 8 Runden abgeschlossen wurde. Obwohl es wieder starke thermische Einflüsse gab, war von Anfang an eine klare Tendenz erkennbar, wer unter den Top Ten landen würde. Die Zeiten lagen zwischen tiefen 40ern und hohen 50ern, von einigen Ausreißern nach oben abgesehen, die aber meist fliegerischen Problemen als schlechter Luft geschuldet waren. Zur Freude des deutschen Teams blies nicht nur Siggi Schedel zum Angriff, sondern auch Uli Helfrich flog einen blitzsauberen ersten Wettbewerbstag, der ihn zwischenzeitlich schon auf Platz 1 sah. Nur eine – natürlich wie in solchen Fällen immer unnötige – Verletzung der Sicherheitslinie kostete ihn einen Platz auf dem Treppchen. Schade, denn Uli wäre auch mal „dran“ gewesen.

Andreas Fricke hielt sich mit in gut vorgetragenen Flügen von Anfang an mit vorn.  Auch Cedric Grandseigne, Inaki Elizondo und Franz Demmler verloren nicht den Kontakt zur Spitze.  Als gegen 19:30 nach 8 Durchgängen abgebrochen wurde, gab es bereits erste Hinweise darauf, dass am Sonntag durch Drehung des Windes auf  Nordost nicht mehr geflogen werden konnte. Ein gutes und reichhaltiges Bankett in einem Bergrestaurant mit schönem Blick über die Tejomündung rundete diesen Tag ab.

Am Sonntag wurde dann zur Gewissheit, was sich durch die Vorhersagen bereits ankündigte. Der Wind stand fast parallel zum Hang, und so wurde gegen 12:00 Uhr abgebrochen. Damit stand das Zwischenergebnis vom Sonnabend nunmehr als Endergebnis fest, was aus deutscher Sicht sehr erfreulich war. Siggi hat vor Inaki Elizondo und Andreas Fricke gewonnen, Franz landete auf 4, Uli auf  7 und Andre Austen auf 14. Andre hatte zu Beginn des Wettbewerbs etwas Pech mit den Bedingungen und hatte zwei schwächere Flüge, die er trotz einer Steigerung im Wettbewerbsverlauf nicht mehr aufholen konnte.

Trotzdem hatten wir wieder einen sehr schönen Wettbewerb in Lissabon. Organisation und Durchführung waren beispielhaft. Alles läuft zügig und sehr diszipliniert. Das Helferteam arbeitet ohne Pausen, geräuschlos und effektiv. Fehler wurden sofort selbst angezeigt und korrigiert. 5 Minuten nach Durchgangsende gab es gedruckte Ergebnislisten, von denen lebhaft Notiz genommen wurde. Nicht nur das deutsche Team äußerte die Meinung, dass es der derzeit vielleicht sogar beste Wettbewerb ist Europa ist. Dafür, dass sich das langsam herumzusprechen scheint, spricht auch die diesjährige Rekordteilnehmerzahl von 37. Eine Steigerung von Jahr zu Jahr. Und wie ich hörte, gibt es auch von Seiten anderer Nationen, wie z.B. der Österreicher, die Absicht, nächstes Jahr mal in Lissabon vorbeizuschauen. Man kann sie dazu nur ermuntern. Für die nächsten Jahre schließt der Veranstalter auch einen „Ausflug“ des Wettbewerbs an die Küste nicht mehr aus. Und wir bringen neben exzellentem Portwein auch weitere Geschenke im Gepäck mit: Es gibt einen Bewerber für die Durchführung der zweiten F3F-Weltmeisterschaft 2014!

Am Sonntagabend feierten wir dann wir Siggis Sieg in einem Bierrestaurant im ehemaligen Expo-Gelände mit atemberaubenden Blick über den dort 10 km breiten Tejo zusammen mit Jorge Infante sowie Jose Costa und seiner Frau. Die portugisieschen Gastgeber sind inzwischen selbst sehr glücklich mit ihrem Wettbewerb. Und dieses Glück lassen Sie ihre Gäste durch ihre sehr herzliche Mentalität auch an jeder Ecke spüren.

Am Montagt trat das deutsche Team dann die Heimreise an, die zunächst mit Hindernissen begann. So war unser früher Flug um 6:15 Uhr abgesagt worden, was uns einen längeren Aufenthalt von 4 Stunden in der Schlange des Lufthansaschalters einbrachte. Mit einiger Verspätung kamen wir dann doch noch am gleichen Tag, wenn auch spät, an unser Ziel, dass bei mir ein Ferienhaus am Kap Arkona war. Nach dem kalten Atlantik (15 °) kann ich nun endlich wieder in der angenehm warmen Ostsee (20°) baden!

Ich möchte mich bei allen Mitgliedern des deutschen Teams für die gute Zusammenarbeit am Hang und die angenehmen Tage in und um Lissabon bedanken. Die Stimmung war prächtig und wir kamen sogar ohne Proteste gegeneinander aus, was ja neuerdings auch nicht immer und überall der Fall sein soll……

Gesamtergebnis

Runde 1  Runde 2  Runde 3  Runde 4  Runde 5  Runde 6  Runde 7 Runde 8

 


Lissabon 2010

Lissabon Uli Helfrich 2010

 
     
 
   
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