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Wo liegt eigentlich Korne?

Eine gute Frage, denn Korne selbst ist wirklich ein ziemlich kleines Nest in der polnischen Kaschubei etwa 50km südöstlich von Gdansk (Danzig). Immerhin fand dort aber schon das dritte Jahr in Folge ein F3K-Wettbewerb im Rahmen der Contest Eurotour statt, der dieses Jahr am 06./07.06. auch gleichzeitig zur Austragung der polnischen Meisterschaft diente. Da mir persönlich die Fahrerei mit dem Auto von Dresden zu mühsam war (das Autobahnnetz ist in Polen nicht so dicht wie in Deutschland), kam es mir sehr gelegen, dass Viktor Drzeniek sich als Mitfahrgelegenheit ab Berlin anbot. So konnte ich ganz entspannt mit der Bahn am Freitagvormittag anreisen, bevor wir uns dann am frühen Nachmittag gen Osten aufmachten. 
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Sehr ordentlich: lFahnen für die Teilnehmerländer/-regionen (links) und Wettbewerbsleitung durch K. Hilbrycht (rechts)
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Der Platz in Korne ist ein Privatflugplatz und groß genug, damit sich manntragende und Modellflieger nicht in die Quere kommen. Das Besondere ist, dass direkt auf dem Flugplatz eine kleine Bar/Restaurant steht, wo man den ganzen Tag Getränke und eine gute Auswahl an warmen Speisen zu äußerst moderaten Preisen bekommt. Dass der Organisator Krzysztof Hilbrycht sehr um das Wohl der Teilnehmer besorgt ist, merkte man nicht nur daran, dass er in der nahegelegenen Feriensiedlung Worzałówka Holzbungalows für alle reserviert hatte, sondern auch an den Coupon für ein kostenfreies Mittagessen am Samstag und Sonntag, die jeder in seiner Tüte mit den Startunterlagen fand. Der Samstag begrüßte uns mit frischen 9°C und mittlerer Bewölkung sowie einem gemeinsamen Frühstück in der Feriensiedlung (übrigens auch in der Startgebühr inbegriffen). Am Flugplatz angekommen, musste zunächst einmal auf die Öffnung des Hangars für den Zugang zur Stromversorgung gewartet werden, was noch Zeit für einige Testflüge ließ.
Insgesamt waren 21 Teilnehmer am Start. Das internationale Kontingent bildeten dabei Vorjahressieger Peter Jubel aus Schweden, die Brüder Hulik aus Tschechien sowie Stephan Schmidt, Viktor Drzeniek und ich als deutsche Delegation. 

Da die Wettervorhersage für den Sonntagvormittag mit Regen drohte, sollten am Samstag möglichst viele Durchgänge geflogen werden, weshalb der Veranstalter kurzfristig aus vier Gruppen drei Gruppen á 7 Piloten ausgelost hatte. Somit war man als Teilnehmer immer entweder als Pilot oder Helfer beschäftigt ohne dass längere Pausen entstanden. War der vormittags noch sehr schwach aus drehenden Richtungen, so wurde er zum Nachmittag hin merklich stärker, so dass aufballastiert werden musste und Flüge mit der Thermik ins Lee immer das Risiko einer möglichen Außenlandung bargen. Teilweise war es ratsamer in einer Welle, die sich über der Bar oder dem Hangar bildete, zu surfen statt einzukreisen, weil letzteres oft mit deutlich mehr Höhenverlust verbunden war. Der Waldstreifen zwische Straße und Platz konnte zwar nicht zum "Hangfliegen" genutzt werden, weil er längs zur Windrichtung ausgerichtet war, aber hier lösten sich dafür des öfteren Thermikblasen ab. Letztlich haben wir am Samstag 9 Runden geschafft und hätten auch noch eine weitere fliegen können, aber der Wettbewerbsleiter entschied, noch eine von den 10 geplanten Runden für den Sonntag aufzuheben, da im verwendeten Auswerteprogramm nicht einfach weitere Aufgaben/Runden in einem laufenden Wettbewerb hinzugefügt werden können.Dafür hatten wir dann noch genug Zeit für freies Fliegen und um uns auf das abendliche Bankett vorzubereiten.
Wildschwein war angekündigt worden und das gab es dann auch - dazu allerlei leckere Beilagen. Manche der polnischen Teilnehmer waren zudem sehr eifrig im Nachschenken hochprozentiger Flüssigkeiten, man hatte fast das Gefühl, dass hier bewusst neben der Gastfreundschaft auch etwas Taktik in Bezug auf den nächsten Flugtag im Spiel war. 
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interessantes Vorbild: manntragender Pirat in gelb / ein polnischer Eigenbau-DLG
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Der Sonntagmorgen gab sich wieder ähnlich unterkühlt wie der Vortag und der Wind hatte noch ein wenig gedreht, so dass in der letzten Runde nun vermehrt das "Hangfliegen" an Waldkante und Gebäuden zu beobachten war.
Der offizielle Wettbewerb war somit bereits am frühen Vormittag beendet. Wer wollte, konnte sich dann noch an einem freien All-up-last-down-KO-Fliegen (also quasi F6D) beteiligen.
Zur Siegerehrung: Peter Jubel konnte den Contest-Wettbewerb wie im letzten Jahr souverän für sich entscheiden - ich glaube er lag seit Runde 1 konstant in Führung. Danach folgte der Autor, der damit sein bislang bestes Ergebnis auf einem internationalen Wettstreit einfuhr und Jaroslaw Grzesica, der sich bei den windigen Bedingungen gegen Ende noch an den anderen polnischen Spitzenpiloten vorbeischob. Somit kann er sich nun auch für ein Jahr offiziell polnischer Meister nennen. Hinter ihm reihten sich dann Jerzy Juraszek und Krzysztof Hilbrycht in der Nationalwertung ein. 
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Pokale und Eurotour-Sieger
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Fazit: Gelände gut, Versorgung sehr gut, Preis-Leistungs-Verhältnis top - ein rundum gelungener Wettbewerb, der etwas mehr internationale Beteiligung durchaus verdient hätte.
Friedmar Richter 
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